Ares

written by primaluna.161

Hallo Mensch, so sage mir, wie geht es dir?
Ich sags frei heraus, dass vermissen tu, ich dich,
Und all die Angst, versteckt, ganz tief in meiner Brust,
Die mich begleitet hat, im Mai, als auch im August,
Und all der Streit, der wie zum Schutz von uns nicht wich,
Die bösen Worte, die mich treffen wie ein Stich,
So tief ins Herz bis heut’ ein jedes Mal
Und einfach keinen Einbus tun in ihrer Qual.
Fürwahr, es stimmt, du machtest fliegen mich,
Ganz hoch hinaus, ins weite, weisse Wolkenreich
Und fühlen so endlos gut, beinahe engelsgleich,
Was meine Euphorie jedoch stets durchstrich,
Die eine Angst, die mich seit jeher schon beschlich,
Dass du nicht kannst bewahren uns vorm nächsten Sturz
Und uns’re g’meinsam’ Reise wieder sein wird kurz.
Gegeben hast du mir von deiner Wärme, Nähe
Und deiner süssen, doch mit Gift getränkten Liebe,
Versprechen hast gemacht, dass Alles stets so bliebe,
Ganz egal, was auch immer denn mit uns geschähe,
Was jedoch niemals geben konntest meinem Herz,
Und alleine mich hier nun lässt mit meinem Schmerz,
Die Sicherheit, zu geben ich mir nie vermocht,
Doch dringenst eben um zu leben, atmen brauch.
Ich hab uns beide wahrhaft ehrlich gern gemocht,
Doch uns’re Namen lauten eben Schall und Rauch.
Sag, Warum würd’ ich tuen Alles und noch mehr
Um sicher zu gefallen dir auch wirklich sehr,
Im Wissen drum, dass niemals werde sein gut genug,
Trotz Alle dem, dass ich für dich schon hab getan,
Ein jeden Wunsch, so hab ich dir erfüllt spontan,
Doch letztlich brach halt eben auch der diese Krug,
Und brachte mir ans Lichte All den Lug und Trug –
Dass unser liebgewordnes Spiel, wohl hatte nie ein Ziel –
Und deine Antwort auf die Frage, die ich frug:
Du bist zu viel, du bist zu viel, du bist zu viel.
Wenn ich nun heute lach’ und bin ganz sorgenfrei,
Und sogar laufen tu’ dabei an dir vorbei,
Und daran denk, dass obgleich all der Rederei,
Zu End und zwar für immer wohl nun eben sei,
Die komisch, schöne Zeit der uns’ren beiden Zwei,
Dann schmerzt mein Herz gar All der lieblich Raserei
Und gebe von mir einen lauten Freudenschrei.
Hallo Mensch, so sage mir, wie geht es dir,
Wenn ich gestehen mir nun muss so eben hier,
Dass niemals wirklich werde können lieben dich
Zumindest nich’, ohn’ dabei zu verraten mich,
Ganz ungeachtet wie sehr ichs denn auch probier
Unds nie mehr geben wird ein tief verbund’nes wir?